Destination Bolivien und Peru
Tourismus in Südamerika
Warum sind Bolivien und Peru meine nächsten Reiseziele ?
Die beiden Länder Bolivien und Peru im mittleren Südamerika sind bekannt für eine grenzenlose Vielseitigkeit ihrer Natur und Kultur. Sie locken mit mysteriösen und mystischen Hintergründen ihrer Kulturen und faszinieren mit architektonischen Meisterwerken ihrer Vorfahren.
Ein Einblick in die Destination Bolivien
Ein Land, in welchem die indianische Kultur noch erhalten geblieben ist...
Von Boliviens landschaftlich breitem Spektrum war ich am meisten beeindruckt. Auf einer Fläche von 1.098.581 km² (etwa 26 mal die Schweiz) erstreckt sich dieses Binnenland im Zentrum Südamerikas vom Hochland in den Anden bis ins Tiefland im Amazonasgebiet. Schon allein die unglaublichen Höhenunterschiede, welche sich von ca. 300 m.ü.M bishin zu 6542 m.ü.M erstrecken, geben einen kleine Idee, was man in diesem abenteuerlichen Land alles antrifft. Die Höhe und klimatischen Bedingungen bestimmen Menschen und Traditionen, Lebensstil, Mythen, Rhythmen und Tänze. So hat jedes Gebiet und jede Stadt auch seinen eigenen Charakter.
Die Anden durchziehen Bolivien von Südwesten nach Nordwesten. Die Andenhochebene, auch Altiplano genannt, liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 3600m.ü.M. und hat ein kühl-gemäßigtes Höhenklima mit einer geringen Luftfeuchtigkeit. Mit dem höchst gelegenen Verkehrsflughafen der Welt in El Alto-La Paz ist schon bei der Ankunft in Bolivien ein ungewöhnliches Klima zu spüren. Sobald man aus dem Flugzeug steigt ist die dünne Luft, welche wir uns vom Flachland nicht gewohnt sind, etwas erdrückend, aber an diese neuen Bedingungen gewöhnt man sich recht schnell.
Natürlich muss man bedenken, dass die vielen Höhenunterschiede auch weitere Probleme mit sich bringen können. Die meisten Reisenden klagen bei der Ankunft über Kopfschmerzen und Müdigkeit in den ersten Tagen, deswegen sollte man sich auch eine kurze Angewöhnungszeit gönnen. Das einheimische Naturheilprodukt bei Höhenkrankheit ist der Coca-Tee, denn dieser hilft die Sauerstoffaufnahme zu verbessern. Nach einer kurzen Zeit gewöhnt sich der Körper an die Höhe und das Erkunden dieses spannenden Landes kann beginnen.
Am Ostrand der Anden gelangt man in die Täler der subtropischen Gebirge, den Yungas.
Hier wird die berühmt berüchtigte Coca-Pflanze noch heute angebaut. Auf dem Weg dorthin, trifft man auf eine Abzweigung zur Death Road. Sie gilt wegen ihrer Nähe zu tiefen Abgründen und Schluchten zur gefährlichsten Strasse der Welt. Natürlich hat man heutzutage die Möglichkeit auf eine neue Asphaltstrasse auszuweichen, trotzdem wird sie noch oft in Form einer Bike-Tour für Touristen befahren. Aber es ist nicht lange her, da war die Yunga-Strasse tatsächlich noch die einzige Verkehrsverbindung in die Täler und brachte jahrelang zahlreiche Autounfälle mit vielen Todesfällen mit sich.
Weiter nördlich und östlich der Anden liegt das flache Tiefland mit tropischem und feuchtem Klima. Die im Osten wichtigste Stadt St. Cruz wird oft als "Tor zum Urwald" bezeichnet. Man unterscheidet im flächenmässig grössten Teil Boliviens, die trockenen Savannen des Gran Chaco und die tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet. Auf einer Tour ist es möglich mit einer einheimischen Führungsperson zum Beispiel die Pampas- oder die Regenwald-Region zu erleben.
Zu den landschaftlichen Höhepunkten Boliviens gehört auf jeden Fall die Salzwüste im Südwesten des Landes. Der Salar de Uyuni ist mit 12 000 km² der grösste Salzsee der Welt und bildet einen wichtigen Lebensraum für die Bevölkerung. Jährlich werden von den geschätzten 10 Milliarden Tonnen Salz etwa 25'000 Tonnen abgebaut und auf die bolivianischen Städte verteilt. Von der nahegelegenen Stadt Uyuni aus, kann man, vor allem ausserhalb der Regenzeiten (Juni-Dezember), geführte Jeeptouren auf der Salzwüste buchen - ein besonders salziges aber sehr lohnenswertes Erlebnis.
Das Binnenland mit Regierungssitz in La Paz, grenzt im Nordosten an Brasilien, im Süden an Argentinien und Paraguay und im Westen an Chile und Peru. Der höchst gelegene, kommerziell schiffbare See der Erde, der Titicacasee, bildet die Grenze zu Peru und ist mit der hochangesehenen Halbinsel-Stadt Copacabana ein Muss für jeden Besucher. Vor allem an den Wochenenden, wenn die Bolivianer mit ihren Autos dorthin pilgern um es von einem Priester segnen zu lassen, herrscht im eher etwas kargen Städtchen, ein Zusammenspiel aus Blumen und prächtigen Farben. Diese Zeremonien sind zwar für unseren Geschmack eher kitschig, dennoch machen diese speziellen Traditionen den Bolivianer vom Altiplano aus.
In Bolivien ist das kulturelle Geschehen allgemein noch sehr präsent. Selbst in den Strassen der Stadt La Paz ist es nicht selten, dass man die einheimischen Frauen mit indigener Abstammung, die sogenannten Cholitas, noch in ihren traditionellen, farbigen Kleidern sieht. Ein grosser Anteil Boliviens Bevölkerung (etwa 55%) ist immernoch sehr stark mit ihren ethnischen Vorfahren verwurzelt, zum Beispiel den Aymará oder den Quechua. Insgesamt sind es 35 ethnische Gruppen, die bis heute vertreten sind.
Durch Bolivien erlebt man wahrhaftig eine Reise durch unzählig verschiedene und zum Teil unberührte Naturschönheiten und erlebt die kulturelle Welt der Anden und deren Bevölkerung. Für eine Reise in Bolivien schlage ich 2-3 Wochen vor. In Kombination mit anderen Länder in Südamerika ist eine Kürzung oder Verlängerung der Reise natürlich auch möglich. Bei der Planung spielen die Interessen jedes einzelnen eine grosse Rolle. Gerne helfen wir bei der Gestaltung einer individuellen oder geführten Tour durch das Land der indianischen Kulturen.
Ein Einblick in die Destination Peru
Ein Land, in welchem man die Geschichte noch lebt...
Im westlichen Südamerika, am pazifischen Ozean gelegen, befindet sich ein vielfältiges Land wie fast kein Anderes, Peru. Mit einer landschaftlicher Vielfältigkeit und einer mystischen Geschichte ist Peru eine Destination, die Einiges zu bieten hat und auch stolz darauf ist.
Das geheimnisvolle Land ist eingerahmt von Chile, Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Brasilien und grenzt im Westen an den Pazifik. Die Hauptstadt Lima liegt als verkehrstechnisches und wirtschaftliches Drehkreuz etwa in der Mitte des Landes. Sie gilt als eine der wichtigsten Städte ganz Südamerikas und zählt heute etwa 7 Mio. Einwohner. Viele Besucher der Andenhochländer starten ihre Reise hier, da Limas Flughafen über gute Flugverbindungen nach Europa verfügt.
Peru kann man in drei landschaftliche Regionen aufteilen. Die Küstenregion, westlich der Anden, wird die peruanische Costa genannt und ist weitgehend Wüste. Zwischen den Buchten versteckt sich hie und da eine fruchtbare Oase, wo man ein wunderschönes Natur- und Tierparadies vorfindet. Ein weiteres Highlight der südlichen Küsten- und Wüstenregion sind die Nazca-Linien. Diese exakt gebauten schnurgeraden Linien und Figuren inmitten der Wüste beeindrucken vor allem wegen ihrer Grösse. Während eines Rundfluges über die Wüste gewinnt man erst einen Eindruck wieviel Arbeit und Genauigkeit hinter diesen rätselhaften Meisterwerken steckt, die womöglich vor mehr als 2000 Jahren entstanden. Der nördliche Teil der Küste ist ebensfalls sehr sehenswert obwohl die wenigsten Touristen bis dorthin gelangen. Ein Ausflug der sich aber durchaus sehr lohnt. Trujillo, Cajamarca und Chiclayo sind drei wunderschöne Kolonialstädte, die sehr viel der Geschichte vor und nach der spanischen Kolonialisierung erzählt. Diverse Ausflüge in der Umgebung können von hier aus gestartet werden, zum Beispiel zur Lehmziegelmetropole Chan Chan, ins Pyramidental von Tucume oder zu den Ruinenstätte von Kuelap.
Die Andenketten Perus, die Sierra, erstrecken sich neben den schmalen Küstenstreifen und bilden eine weitere Landschaftsregion. Tief eingeschnittene Täler, Vulkankegel und viele Hügel prägen das Landschaftsbild. Weiter südlich flacht die Hochebene etwas ab und es bildet sich das sogenannte Altiplano um den Titicacasee herum. Puno ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf den Titicacasee und mehrere Inseln, die darin liegen, wie zum Beispiel die heiligen Sonnen- und Mondinsel.
Die wohl bekannteste und zentralgelegenste Stadt der Andenregion ist Cuzco. Die ehemalige Stadt des Inkareiches hat kulturell wie auch geschichtlich sehr viel zu bieten. Beeindruckende Architektur, im Kolonialstil gebaute Kirchen und Häuser präsentieren die Stadt von ihrer besten Seite. Etwa 120 km nordwestlich von Cuzco liegt ausserdem die verlorene Inka-Stadt Machu Picchu, die wohl bekannteste und meistbesuchte Attraktion Südamerikas. Durch das heilige Tal geht es durch unzählige, verschiedene atemberaubende Naturschönheiten zu den geheimnisvollen gut erhaltenen Inka-Ruinen.
Östlich der Anden, beginnt die Regenwaldregion, die sogenannte Selva. Was in den noch etwas höher gelegenen Gebieten liegt, gleicht eher einem tropischen Bergwald in dem ein mildes Klima herrscht. Ausgangspunkt für Rundreisen in das zum Teil unerschlossene Urwaldgebiet ist Iquitos, eine Stadt im Amazonas, welche sich vor allem durch seine bewundernswerten spanischen Bauten auszeichnet. Die Stadt ist nicht auf dem Landweg erreichbar, das heisst entweder erreicht man Iquitos mit dem Boot oder mit dem Flugzeug.
Viele verschiedene Landschaftsbilder und Eindrücke dieser spannenden Kultur, machen die Reise nach Peru zu einem unglaublich vielfältigen Erlebnis. Wir empfehlen die Länder Peru und Bolivien in einer Rundreise miteinander zu verbinden. Die beiden unterschiedlichen Destinationen geben eine vielseitige Kombination und bieten ein unvergessliches Erlebnis.
Nützliche Informationen zum Thema Reisen und Sicherheit finden Sie unter
www.schweizerpass.ch
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